26.11.2018

„Klasse Deutsch“ und „Verlorene“ gewinnen beim Kinofest Lünen

Beim 29. Kinofest Lünen räumten unsere beiden Regisseure Florian Heinzen-Ziob und Felix Hassenfratz am gestrigen Sonntag ordentlich Preise ab!

Für seinen berührenden Dokumentarfilm „Klasse Deutsch" wurde Florian Heinzen-Ziob sowohl mit dem Haupt- und Publikumspreis LÜDIA (dotiert mit 10.000 Euro) als auch mit dem Schülerfilmpreis 16+ des Kreises Unna ausgezeichnet. „Der Regisseur eröffnet einen neuartigen Blick auf die Institution Schule: Eine Kölner Lehrerin hat maximal zwei Jahre Zeit, aus dem Ausland stammende Kinder auf das deutsche Schulsystem vorzubereiten. Wie in jeder Klasse finden sich ehrgeizige Streber und Klassenclowns. Ihre Geschichten zeigen auf, wie wichtig der Spracherwerb dabei ist, Teil einer zunächst fremden Gesellschaft und Kultur zu werden."

Große Freude außerdem auch bei Felix Hassenfratz, der mit dem Drehbuch zu seinem Spielfilm „Verlorene" den Hans W. Geißendörfer Drehbuchpreis gewann. Das Kinofest Lünen würdigte damit „ein Drehbuch, das ein klassisches Thema in einem überzeugend eigenständigen Ansatz konsequent erzählt: Aus der Perspektive zweier Hauptfiguren wird als intimes Porträt einer Schwesternbeziehung ein Blick geworfen auf eine Täter-Opfer-Beziehung von großer Ambivalenz ohne den familiären Missbrauch zu relativieren. Auch die starke lokale Verortung dieses universellen Themas im badischen Erzählraum und Dialekt hat uns gefallen."

Ruhr_Nachrichten_2_© Günter Bl Foto, v.l.n.r.: Anke Höwing (Kinofest-Komitee), Florian Heinzen-Ziob, Felix Hassenfratz, Kostümbildnerin Genoveva Kylburg und Mike Wiedemann (Kinofestleiter) © Günter Blaszczyk




„Klasse Deutsch" von Florian Heinzen-Ziob

„Klasse Deutsch" zeigt auf berührende Weise, wie es ist, in eine neue Sprache und in eine neue Gesellschaft hineinzuwachsen. Der Regisseur Florian Heinzen-Ziob („Original Copy") wirft einen überraschenden Blick auf eine Institution, die wir alle zu kennen glauben – Schule. >>Zur Filmwebsite

„Verlorene" von Felix Hassenfratz

Das Familiendrama „Verlorenefeierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2018 in der Perspektive Deutsches Kino. In seinem intensiven Kino-Debüt widmet sich Felix Hassenfratz dem Tabu-Thema Missbrauch und erzählt von der Sehnsucht nach Liebe gegen alle Vernunft. Ein glaubwürdiger und sensibler Beitrag zur Debatte um sexualisierte Gewalt. Besetzt mit einem starken Ensemble aus Maria Dragus, Neuentdeckung Anna Bachmann, Clemens Schick und Enno Trebs. Gewinner Bester Debütspielfilm in Biberach und NDR Nachwuchs-Filmpreis in Emden. >>Zur Filmwebsite

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